Der Besuch beim TÜV

So, auch wenn es mittlerweile über sechs wochen her ist, habe ich es bisher nicht geschafft, davon zu berichten: Ich war beim TÜV. Gemacht habe ich eigentlich nichts,

lediglich den beim Kauf ausgebauten rechten Bremssattel habe ich ein wenig mit Bremsflüssigkeit gespült (angebaut, den Zylinder rausgepumpt abgebaut, im Schraubstock Zylinder wieder reingedrückt, zwei mal) und eingbaut. Am Montag, den 27. Januar 2015 bin ich morgens zum lbv gefahren und habe mir mal wieder Kurzzeitkennzeichen besorgt. Die Versicherung ist mittlerweile 5€ teuerer geworden – egal, ist immernoch günstig.
Also 58€ für Versicherng und Schilder, und etwa 12€ beim LBV und drei Wege zwischen den beiden später hatte ich dann meine Schilder. Zurück, die letzten Arbeiten erledigt (Kabel in die “Kanäle” versteckt, die hinteren Sitze eingebaut und alles zusammengebaut, und los zum TÜV. Aber nicht sofort. Vorher habe noch einen sehr lieben Menschen abgeholt, ohne den ich wohl jetzt eher VW oder Audi fahren würde, und dann ab auf die Autobahn. Bis 140, und das noch immer zügiger Beschleunigung. Aber dann.
93€ und ein paar Cent für HU und AU, und los geht’s: Das Ergibnis: Eine 23-pünktige Mängelliste, sowie sechs sogenannte Hinweise.
Hauptsächlich Bremsen. Vorne links 34% schwächer als rechts, hinten ähnlich und in gleicher Richtung.
Außerdem seitliche Leuchten, sowie die zum Zeitpunkt der Prüfung nicht angeschlossenen Lampen auf dem Dach, welche alle unzulässig sind und unkenntlich gemacht werden müssen.
Die Lager an den hinteren “Schwinungsdämpfer” sowie das obere Lager des Umlenkshebels sind ausgeschlagen.
Ausserdem brauche ich noch zusätzliche Rückstrahler an der hintern Stoßstange.
Etwas Öl im Motorraum, ein etwas loses Massekabel und eine fehlende Mutter bei dem Reserverad.
Angebliche Fehler des Fernlichts, die wohl durch ein Missverständnis entstanden.
Ein wenig Rost an den Bremsleitungen und, der Auwändigste Punkt, eine Durchrostung am Radausschnitt hinten links.
Achja, und “Nachweis des Abgasverhaltens abgelaufen”, da der Prüfer an der AU gescheitert ist.
Am am besten finde ich den Punkt “Lenkrad Zulässigkeit nicht nachgewiesen. Warum, dazu später mehr.
Als Hinweise gibt es noch ein wenig leichten Rost,
Sowie das Alter der Reifen.

Mängelbeseitigung:

Was das Lenkrad angeht, es hat eine Nummer für die ABE und eine ECE Kennzeichnung, nur auf der Rückseite, was ich nicht wusste, der Prüfer aber hätte kennen können.
Bei den Lampen habe ich einfach die Glühbirnen rausgenommen. Das Massekabel habe ich einfach mit einem Kabelbinder weggebunden und bei dem Reserverad die zweite Mutter angeschraubt. Meine vier Frontscheinwerfer habe ich alle getauscht, Rückstrahler zum kleben bestellt, und was das Öl an der Servo angeht, habe ich es einfach abgewischt, und bei meinen Proberunden auf dem Hof mit Anschlagslenkung und erhöhter Drehzahl ist kein Öl entwichen, daher werde ich es erstmal so lassen.
Was die Bremsen angeht, werde ich mir wohl vorne zwei neue Sättel kaufen, hinten muss ich mir die Trommeln mal genauer ansehen. Ansonsten werde ich wohl auch meine Bremsleitungen neumachen und natürlich die gesamte Bremsflüssigkeit tauschen. Die Lager habe ich bisher noch nicht als Einzelteile bestellen können.
Bleibt noch ein Punkt: die Durchrostung. Für diese stelle bekomme ich für etwa 50€ ein Reparaturblech, und habe einen weiteren, sehr lieben Menschen, der als Metallbauer in Ausbildung natürlich entsprechend gut Schweißen kann, und sich bereiterklärt hat, mir dies zu reparieren. Und schon sind fast alle Punkte geklärt. Momentan habe ich noch zehn der 23 Punkte offen, die anderen 13 sind beseitigt, aber die Nachprüffrist ist längst vorbei. Ich hoffe nur, ich bin bis zur Neuregelung der Kurzzeitkennzeichen ab 01. April 2015 fertig.

DSC_0363

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>